Förderung von ehrlichem Spitzensport:

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern - insbesondere auch den direkten Nachbarstaaten - herrscht in der Schweiz ein sehr inkomplettes Fördersystem für angehende Spitzensportler.

Die kleinen Randsportarten haben nach dem "Spitzensportkonzept Schweiz" kaum die Chance, zu genügend Förderbeiträgen und -leistungen zu kommen, wie einige wenige, grosse und prägende Sportarten.

Für den einzelnen Sportler klafft nach dem Verlassen des "Jugend und Sport-Alters" eine Förderlücke. Wenn er nicht bereits in einem Kader aufgenommen ist, wird die sportliche Entwicklung äusserst schwierig, falls nicht genügend eigene Mittel oder individuell günstige Konstellationen im mehreren Bereichen zur Verfügung stehen.

In dieser Lebensphase gilt es auch, die erste Berufsentscheidung zu fällen, welche dann oft verhindert, die im Spitzensport geforderte Trainings- und Wettkampfintensität und -häufigkeit weiterhin einzuhalten.

Der Besuch der Spitzensport-Rekrutenschule ist für die Wehrdienstpflichtigen nur möglich, wenn bereits im Juniorenalter international entsprechende Resultate erzielt wurden und der verantwortliche Verband ein komplettes Konzept zur Aufnahme und zur langfristigen Planung des Sportlers eingereicht hat.

Athletinnen und Athleten aus Sportarten, in welchen auch nach dem Alter von 30 Jahren und mehr internationale Spitzenleistungen möglich sind, stehen nach dem Verlassen des Juniorenalters und bei Beginn der ersten Berufsausbildung aber erst am Anfang des sportlichen Entwicklungsprozesses.

Die so genannte "drop-out-rate" von bisher ambitiösen jugendlichen Sportlerinnen und Sportlern ist daher in dieser Phase am höchsten, besonders wenn sie zu früh spezialisiert und somit sportlich monoton ausgebildet wurden.



Die Förderung von Spitzensport macht Sinn:
In einer Zeit von zunehmender Orientierungs- und Vorbildlosigkeit lernen die Jugendlichen im Sport seit jeher Respekt, Disziplin, Beharrlichkeit und machen die Bekanntschaft mit vielen Mitmenschen aus dem In- und Ausland.
Beziehungen, welche zu einem späteren Zeitpunkt des Lebens und nach der Spitzensport-Karriere sowohl persönlich wie auch beruflich von grossem Wert sein können.

Die Lebensweise von Sportlerinnen und Sportlern aus anderen Nationen, vor allem aus finanziell benachteiligten Ländern, wird im jugendlichen Alter als besonders beeindruckend empfunden. Entsprechend entwickeln sich Interesse und Verständnis für die globalen Zusammenhänge.


Der Funktion als Vorbild kommt dem Spitzensportler eine nicht hoch genug einzuschätzende Bedeutung zu. Und dies nicht nur in Staaten mit grosser Armut, sondern gerade eben auch in Ländern, welche geprägt sind von hohem finanziellen Niveau und übermässigem Konsumverhalten.


Die Förderung von ehrlichem Spitzensport als wichtiges Element in der Jugenderziehung und im Sport als Medium für soziale Entwicklung und Zusammenhalt, hat in nahezu jedem Land, unabhängig von dessen Status, einen hohen Stellenwert.

Darum verfolgt best-spitzensport konsequent ein perspektivisches Konzept, in welchem die Vielseitigkeit und die Ausbildung in den mit Sport verbundenen Lebensbereichen die Hauptrollen spielen.

Denn nur vielseitig gewandte, sozial integrierte und akzeptierte Sportlerinnen und Sportler, können aus ihrer Laufbahn einen nachhaltigen Beruf und eine Lebensgrundlage erschaffen.